Haltung & Fütterung

Begleitende Maßnahmen für Cushing-/PPID-Patienten

Begleitende Maßnahmen für Cushing-/PPID-Patienten

Cushing-/ PPID-Patienten benötigen, genauso wie alle Pferde-Senioren, eine besondere Fürsorge und eine ihren speziellen Bedürfnissen angepasste Fütterung. Deshalb ist ein aktives und vorbeugendes Gesundheitsmanagement wichtig.

Dies gilt ganz besonders, aber nicht nur, für die ersten Behandlungswochen bis zum Eintreten der klinischen Besserung:

  • Regelmäßige Hufpflege, tierärztliche Zahnkontrolle, Entwurmungen und Impfungen 
  • Im Frühjahr und Sommer ggf. scheren bis der Behandlungserfolg bei Fellwechselstörung (Hypertrichose) eintritt (zur besseren Thermoregulation und Vorbeugung gegen Hautkrankheiten)
  • Trockene Einstreu bei erhöhter Urinausscheidung 
  • Angepasste Bewegung

Fütterung

Bei der Fütterung des Cushing-/ PPID-Patienten müssen das Krankheitsstadium und der Ernährungszustand des Pferdes berücksichtigt werden. Deshalb ist in jedem Fall der Tierarzt zu Rate zu ziehen. Ideal ist immer die Durchführung einer individuellen Rationskalkulation. 


Für die meisten Cushing-/ PPID-Patienten gelten folgende allgemeine Empfehlungen:

  • Ob zu dick oder zu dünn - auf eine gezielte Energie- und Proteinversorgung ist immer Wert zu legen.
    Zu vermeiden sind: Kohlenhydrate mit hoher Glukose- und Insulinreaktion (z. B. Gras, Getreide, Obst, Karotten)

  • Zu empfehlen sind: Rohfaserreiches Grundfutter (gutes Heu: bei Muskelschwund und Abmagerung zur freien Verfügung, bei Übergewicht zur Gewichtsreduktion < 1,5 kg / 100kg KM), weitere rohfaserreiche Futtermittel (z. B. nicht melassierte Rübenschnitzel, Möhrenchips oder Luzernehäcksel), Pflanzenöl (vorzugsweise Rapsöl) und bei Abmagerung Sojaprodukte oder Bierhefe, Kasein und Aminosäurenpräparate (Equitop Myoplast®)

  • Bedarfsgerecht Vitamine und Mineralstoffe 
  • Bei Bedarf zur Unterstützung des Immunsystems: Antioxydantien (Vitamin E und C) und entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren (z. B. Leinöl oder Fischöl)